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Dr. Gerald Wischer leitet die Abteilung Fachaufsicht und Veterinärwesen des LUA

Dr. Gerald Wischer übernimmt im Landesuntersuchungsamt (LUA) die Leitung der Abteilung Fachaufsicht und Veterinärwesen. Die vergangenen 14 Jahre arbeitete der Agrarwissenschaftler bei einem Chemiekonzern in Rheinland-Pfalz - anfangs in der Tierernährung, zuletzt verantwortete er am größten Standort des Konzerns vier Transformations- und Infrastrukturprojekte und führte dazu vier große und interdisziplinäre Teams.

Mit rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort Koblenz ist seine jetzige Abteilung Fachaufsicht und Veterinärwesen eine von drei Fachabteilungen im LUA, dem zentralen staatlichen Dienstleister im Verbraucherschutz und im Gesundheitsschutz von Mensch und Tier. Zu seiner Abteilung gehören vier Referate:

Das Institut für Tierseuchendiagnostik ist die zentrale Einrichtung des Landes Rheinland-Pfalz für die Untersuchung von Tieren und vom Tier stammender Proben – untersucht werden dort mehr als 210.000 Proben pro Jahr. Durch die Untersuchungstätigkeit wird kontinuierlich ein guter Kenntnisstand über den Gesundheitsstatus der rheinland-pfälzischen Tierbestände sowie über das Auftreten bestimmter Erkrankungen und deren Epidemiologie erworben.

Das Referat Tierseuchenbekämpfung und Tierschutz ist als Fachaufsicht in den Bereichen Tierseuchenbekämpfung, Tierschutz und tierische Nebenprodukte eine wichtige koordinierende Schnittstelle zwischen dem zuständigen Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten (MLWUF) und den rheinland-pfälzischen Kommunen. Das Referat sorgt unter anderem dafür, dass die geltenden Rechtsnormen einheitlich ausgelegt und umgesetzt werden.

Auch die Genehmigung wissenschaftlicher Tierversuche fällt in dieses Referat: Tierversuche dürfen nur dann durchgeführt werden, wenn sie ethisch vertretbar sind und gleichzeitig sichergestellt ist, dass die Erkenntnisse nicht ohne den Einsatz von Tieren erlangt werden können.

Im Referat Tiergesundheit und tierärztliche Umwelthygiene sind die Tiergesundheitsdienste organisiert. Sie helfen dabei, die Rinder- und Schweinebestände sowie die kleinen Wiederkäuer im Land gesund und damit leistungsfähig zu machen. Das Referat berät Tierhalter, Tierärzte, die staatliche Veterinärverwaltung, Organisationen der Landwirtschaft und Lebensmittelproduzenten im Sinne eines vorbeugenden Verbraucherschutzes mit dem Ziel einer Überwachung „vom Stall bis zum Tisch". Die Tiergesundheitsdienste stehen den Tierhaltern zudem in anspruchsvollen Situationen wie der Bekämpfung, aber auch bei der Früherkennung und Prophylaxe von Zoonosen und verlustreichen Infektionskrankheiten mit Rat und Tat zur Seite.

Bei der amtlichen Überwachung von Lebensmitteln hat das Referat Lebensmittelüberwachung und Umwelthygiene gleich mehrere Rollen. Zum einen hat es die Fachaufsicht über die kommunalen Vollzugsbehörden, die durch Betriebskontrollen und Probenentnahmen die Arbeit vor Ort erledigen. Die Probennahme folgt dabei einem detaillierten Plan, der unter anderem auch durch dieses Referat ausgearbeitet wird.

Wenn gefährliche Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände schon grenzüberschreitend auf dem Markt sind, müssen die Informationen zwischen den beteiligten europäischen Verbraucherschutzbehörden schnell fließen.  Über zwei Schnellwarnsysteme werden akute Gesundheitsgefahren und Warenrückrufe europaweit verbreitet. Das Referat ist die rheinland-pfälzische Kontaktstelle für diese beiden Schnellwarnsysteme.

Und wenn davon auszugehen ist, dass gesundheitsschädliche Lebensmittel bereits bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern im Kühlschrank oder im Vorratsraum liegen, landen sie im für alle Verbraucherinnen und Verbraucher zugänglichen Internetportal „Lebensmittelwarnung.de“. Es wird von den Überwachungsbehörden der 16 Bundesländer bestückt – für Rheinland-Pfalz übernimmt dies das Referat Lebensmittelüberwachung, Umwelthygiene.

Zur Person:

Gerald Wischer schloss 2008 sein Studium der Agrarwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit Spezialisierung in Tierhaltung, Tierernährung, Tierzüchtung sowie Tierkrankheiten und -hygiene als Jahrgangsbester ab. Im Jahr 2013 wurde der Agrarwissenschaftler an der Universität Hohenheim in Stuttgart zum Dr. sc. agr. promoviert. Zuvor erforschte er die Methanemissionen von Wiederkäuern und wie diese durch den Einsatz von Pflanzeninhaltsstoffen reduziert werden können. In den ersten 12 Jahren in dem Chemiekonzern war er der Ernährung von Nutztieren verschrieben und sammelte dort wertvolle Erfahrungen in der Futtermittel- und Lebensmittelqualität oder auch in der Zulassung von Futtermitteladditiven in der EU, in den USA oder in China. In diesem Kontext entwickelte er zusammen mit dem Europäischen Referenzlabor auch analytische Methoden.

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