Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV)

In Deutschland gelten die Vorgaben der Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, der sogenannten Lebensmittelinformationsverordnung oder LMIV. Diese Verordnung regelt die Lebensmittelkennzeichnung vorverpackter Waren und löste somit die bereits europaweit geltenden Vorgaben der sog. Etikettierungsrichtlinie ab. Für die Abgabe nicht vorverpackter Lebensmittel, sog. "loser Ware", gibt die Verordnung eine Allergenkennzeichnung verpflichtend vor. Hintergrund ist, dass Personen mit Unverträglichkeiten oder Allergien auf die Informationen angewiesen sind, um für sie gesundheitsschädliche Lebensmittel meiden zu können. Die Allergenkennzeichnung selbst ist in Art. 21 LMIV geregelt. Die Nennung der einzelnen Allergene ist abschließend in der im Anhang II enthaltenen Liste erfolgt.

Wie die Allergene bei der Abgabe loser Ware anzugeben sind, regelt die national geltende Lebensmittelinformations-Durchführungsverordnung (LMIDV). Diese regelt in § 4 die Art und Weise der Kennzeichnung nicht vorverpackter Lebensmittel. Vorgaben zur schriftlichen Kennzeichnung der Allergene finden sich in Abs. 3 wie z.B. gut sichtbar, deutlich und gut lesbar auf einem Schild auf dem Lebensmittel oder in der Nähe des Lebensmittels, durch Aushang in der Verkaufsstätte etc.

Abs. 4 ermöglicht eine mündliche Auskunft über vorhandene Allergene. Voraussetzung für eine mündliche Auskunft ist eine schriftliche Aufzeichnung der verwendeten Allergene. Diese Aufzeichnung ist sowohl für die zuständige Behörde als auch für die Verbraucher auf Nachfrage leicht zugänglich zu machen. Zudem ist auf diese Auskunftsmöglichkeit hinzuweisen. Für die schriftliche Aufzeichnung gemäß Abs. 4 können auch Checklisten oder Tabellen zum Ankreuzen verwendet werden, die die entsprechenden Allergene gemäß Anhang II der LMIV enthalten und die dem Lebensmittel zugeordnet werden können.