Heimisches Wintergemüse kaum mit Pestiziden belastet

Auch in der kalten Jahreszeit gibt es eine große Auswahl an Gemüse frisch vom Feld. Wer im Winter heimische Gemüsesorten isst, bekommt nicht nur wertvolle Nährstoffe, sondern schont auch die Umwelt dank kurzer Transportwege. Im Landesuntersuchungsamt (LUA) hat Wintergemüse seit vielen Jahren einen festen Platz im Probenplan.

Die gute Nachricht aus dem Pestizid-Labor: Weder in diesem noch im vergangenen Jahr hat es Beanstandungen wegen Höchstmengenüberschreitungen oder unzulässiger Anwendung von Pflanzenschutzmitteln gegeben. Bei 21 der insgesamt 191 untersuchten Proben handelte es sich um Gemüse aus ökologischem Anbau, bei dem gar keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel angewandt werden dürfen. Es gab auch hier keine Beanstandung.

Untersucht wurden 191 Proben Blumenkohl, Broccoli, Grünkohl, Karotten, Knollensellerie, Kohlrabi, Kürbis, Lauch, Pastinaken, Rettiche, Rosenkohl, Rotkohl, Steckrüben, Weißkohl und Wirsingkohl. Etwa zwei Drittel der Proben (136) kamen aus Deutschland, davon wiederum 54 von rheinland-pfälzischen Äckern. Aus anderen EU-Ländern wie Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande oder Spanien stammten 55 Proben.

Ergebnis: Insgesamt 108 Proben waren gänzlich frei von Pflanzenschutzmittelrückständen. Die meisten davon (80) stammten aus Deutschland, 28 wiederum aus Rheinland-Pfalz.

In 83 Proben wurden zwar Rückstände von einem oder mehreren Pestiziden gefunden, diese lagen aber alle deutlich unterhalb der gesetzlich zulässigen Höchstmenge. Betroffen waren alle untersuchten Gemüsesorten bis auf Kürbis, Pastinaken und Steckrüben.