Budenzauber: PTA-Schule Trier feierte 50. Geburtstag

Sie ist eine der ältesten ihrer Art: Die Gesundheitsfachschule für Pharmazeutisch-technische Assistentinnen und Assistenten (PTA) des Landesuntersuchungsamtes in Trier feierte ihren 50. Geburtstag mit prominenten Gästen und veritablem Budenzauber. Seit 1968 haben über 1.500 Schülerinnen und Schüler in Trier einen Abschluss gemacht, der sie zur Arbeit in der Apotheke oder der pharmazeutischen Industrie befähigt.

 

Bei einer Feierstunde in Trier betonte die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, wie wichtig staatliche Schulen im Gesundheitswesen seien, an denen junge Menschen kein Schulgeld zahlen müssen. "Diese Abschlüsse stellen eine Eintrittskarte in ein erfolgreiches Berufsleben dar. Die PTA-Schule Trier hat in fünf Jahrzehnten vielen Schülerinnen und Schülern diese Eintrittskarte überreicht", sagte Bätzing-Lichtenthäler. Die Landesregierung werde auch in Zukunft an ihrem Engagement für die PTA-Schule festhalten.

Die Trierer Bürgermeisterin Elvira Garbes, die als junge Frau beinahe selbst PTA-Schülerin geworden wäre, freute sich darüber, eine Institution wie die PTA-Schule in ihrer Stadt zu haben. Die Schule passe sehr gut zum Gesundheitsstandort Trier.

Pharmazeutisch-technische Assistenten lernen unter anderem, wie man Arzneimittel herstellt, die Qualität der Ausgangsstoffe analysiert und Apothekenkunden berät. Am Ende ihrer zweijährigen Ausbildung machen sie ein sechsmonatiges Praktikum in der Apotheke - für die meisten PTA auch der spätere Arbeitsplatz.

In Apotheken sind heute etwa doppelt so viele PTA beschäftigt wie noch vor zehn Jahren - Tendenz weiter steigend. Umso bedauerlicher sei es, dass das Interesse junger Menschen an der PTA-Ausbildung offenbar abnehme und die Zahl der Bewerbungen an den Schulen bundesweit stetig zurückgehe, wie LUA-Präsident Dr. Stefan Bent feststellte. Er stimmte deshalb auch nachdenkliche Töne an. "Wenn die Ausbildung nicht bekannter wird, droht den Apotheken in den kommenden Jahren ein Fachkräftemangel", mahnte er. Dem Engagement des Kollegiums bei Tagen der offenen Tür, Bildungsmessen und Berufsorientierungstagen sei es zu verdanken, dass die Bewerberzahlen in Trier konstant gehalten werden konnten.

Dr. Andreas-Georg Kiefer, Präsident der Apothekerkammer Rheinland-Pfalz sprach vor allem die Schülerinnen und Schüler an, die bei der Feierstunde unter den Gästen waren. Er forderte die jungen Leute dazu auf, ihren kritischen Blick auf die Entwicklung ihres beruflichen Umfelds unbedingt beizubehalten.

Wie es aussieht, wenn die PTA-Schule die Werbetrommel für ihre Ausbildung rührt, konnten die Gäste im Anschluss an die Feierstunde selbst erleben. Zur Feier des Tages hatte die Schule ihre Türen für interessierte Besucher geöffnet, die sich in den Lehrsälen und Laboren über die Ausbildung und die Berufschancen informieren konnten. Schülerinnen und Schüler der aktuellen Jahrgänge zeigten Routinearbeiten aus dem PTA-Alltag wie etwa die Herstellung von Arzneimitteln genauso wie kuriose Tricks aus Chemie und Pharmazie, zum Beispiel eine glühende Gurke, die Herstellung von "Elefanten-Zahnpasta" und das "Bier des Apothekers".

Hintergrund

Die PTA-Schule in Trier gehört - wie zwei weitere Schulen für Medizinisch-technische Assistentinnen und Assistenten (MTA) in Koblenz und Trier - seit dem Jahr 2000 zum rheinland-pfälzischen Landesuntersuchungsamt. Sie nimmt jedes Jahr nach den Sommerferien 50 Schülerinnen und Schüler für einen neuen Lehrgang auf. Die PTA-Schule Trier zählt 17 Mitarbeiter, darunter 13 Lehrkräfte. Für Interessenten am Beruf organisiert die Schule am 26. Januar 2019 noch einmal einen Tag der offenen Tür.

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