Wenige Sekundärinfektionen in Kitas und Schulen

Das rheinland-pfälzische Landesuntersuchungsamt (LUA) untersucht seit dem Ende der Sommerferien fortlaufend auf Basis freiwilliger Meldungen der Gesundheitsämter, wie hoch die Gefahr ist, sich in Kitas und Schulen in Rheinland-Pfalz mit dem Coronavirus anzustecken. Die Erhebung mit dem Namen "Secondary Attack Rate in Schools Surveillance" zeigt: Das Ansteckungsrisiko für Kinder und Betreuer liegt bei knapp unter einem Prozent.

Im Zeitraum vom 17. August bis zum 4. Dezember 2020 haben 13 der insgesamt 24 rheinland-pfälzischen Gesundheitsämter dem LUA 232 sogenannte Indexfälle unter Schülerinnen und Schülern, Kitakindern und Mitarbeitern gemeldet, das sind die Erstinfizierten. Für diese 232 Kinder, Jugendlichen oder Erwachsenen konnten 8.371 Kontaktpersonen der Kategorie 1 ermittelt werden. Von diesen 8.371 Kontaktpersonen wurden 7.378 (88,1 Prozent) während der Quarantäne mit der PCR-Methode auf eine Corona-Infektion getestet.

Ergebnis: Insgesamt wurden 81 Personen angesteckt. Das entspricht einer Ansteckungsrate von 0,97 Prozent. Betroffen waren insgesamt 37 Einrichtungen, in denen eine Übertragung festgestellt werden konnte. Zum Vergleich: Bei Kontakten in Haushalten liegt die Ansteckungsrate bei 18,8 Prozent.

Detaillierte Surveillance-Daten finden Sie hier im PDF.

Hintergrund
Die Secondary Attack Rate in Schools Surveillance (SARS-S) ist eine fortlaufende Überwachung (engl. Surveillance), bei der die Gesundheitsämter freiwillig über einen gesonderten Erhebungsbogen Informationen über Indexfälle und Kontaktpersonen in Einrichtungen im Sinne des §33 Infektionsschutzgesetz an das LUA übermitteln. Für jeden Indexfall werden die Daten einmalig am Ende der Quarantäne, also circa 14 Tage nach Auftreten des Indexfalles, erhoben und übermittelt. Bei dieser Erhebung werden nur Kontaktpersonen innerhalb der Einrichtung nach §33 des Infektionsschutzgesetzes berücksichtigt.