Halloween-Outfits: So gibt es kein böses Erwachen

Es ist die Nacht der Monster, Vampire und Hexen: Am 31. Oktober ist Halloween. Aber nicht erschrecken! In den Kostümen und Masken, die jetzt massenweise im Handel angeboten werden, können Schadstoffe stecken. Darauf weist das Landesuntersuchungsamt (LUA) hin.

Zwar waren alle 14 in der vergangenen Saison im LUA untersuchten Stichproben chemisch unauffällig, aber es kam in der Vergangenheit immer wieder vor, dass in Halloween-Outfits gesundheitsschädliche Chemikalien nachgewiesen wurden. Auch das Schnellwarnsystem der EU meldet immer wieder Verkleidungen mit Sicherheitsmängeln. Deshalb rät das LUA, beim Kauf der Kostüme und beim Schminken einige Ratschläge zu beachten.

Masken aus elastischem Kunststoff sind an Halloween besonders beliebt. Wer sich eine solche Maske überstülpen möchte, sollte schon bei der Anprobe im Laden auf seine Nase vertrauen. Was unangenehm riecht, sollt erst gar nicht gekauft werden. Chemische Gerüche können ein Hinweis auf bedenkliche Lösungsmittel oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sein. PAK gelten als krebserregend und erbgutverändernd.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte auf Masken aus weichen PVC-Materialien ganz verzichten. Sie können unter Umständen Weichmacher enthalten, die sich nicht durch auffällige Gerüche verraten.

Gemieden werden sollten auf jeden Fall Gebisse aus flexiblem Kunststoff. Es besteht die Gefahr, dass enthaltene Schadstoffe aus dem Material regelrecht herausgekaut werden.

Kostüme sollten wegen einiger gesundheitlich bedenklicher oder allergieauslösende Farbstoffe möglichst nicht direkt auf der Haut getragen und vor dem ersten Tragen unbedingt gewaschen werden.

Auch ein prüfender Blick auf die Verpackung gehört zum Einkauf. Aus der Kennzeichnung sollte eindeutig der Hersteller des Produkts hervorgehen. Wichtig: Warnhinweise wie "nicht geeignet für Kinder unter 3 Jahren" auf jeden Fall beachten.

Schminke für Halloween enthält in der Regel deutlich mehr Farbpigmente als Alltagskosmetika. Da nicht alle Farbstoffe zur Bemalung der Haut verwendet werden dürfen, sollten z. B. bunte Haarsprays auch wirklich nur für die Haare benutzt werden.

Ernst genommen werden sollte auch die Warnung, Schminke nicht in Augennähe anzuwenden - auch, wenn auf der Verpackung möglicherweise Personen mit geschminkten Augen abgebildet sind. Schminke hat meistens eine sogenannte Verwendungsdauer ("period after opening", PAO). Das Symbol in Form einer kleinen Schminkdose gibt an, wie viele Monate ein Produkt nach dem erstmaligen Öffnen verwendet werden kann, ohne dass eine Belastung mit Keimen befürchtet werden muss.

Auch wenn es nach einer langen Partynacht schwerfällt: Halloween-Fans sollten sich vor dem Zubettgehen Zeit zum Abschminken nehmen. Welche Mittel dafür geeignet sind (Wasser und Seife, Babyöl oder beispielsweise Fettcreme), ist in der Regel auf den Schminkprodukten angegeben.