Das LUA führt mikrobiologische - bakteriologische, virologische, mykologische und parasitologische - Untersuchungen von Proben humanen Ursprungs und von Umweltmaterialien (z. B. Wasser, Lebensmittel, Arzneimittel) durch. Es stellt damit Zugriffsmöglichkeiten auf staatliche Laborkapazitäten für die Diagnostik von Infektionserregern der Risikostufen S1 - S3 sicher.
Das LUA hat auch die Untersuchungskapazitäten, um multiresistente Krankheitskeime in Krankenhäusern und anderen Gemeinschaftseinrichtungen zu identifizieren und molekularbiologisch zu typisieren.
Neben einer genauen Identifizierung von Bakterien benötigen Infektiologen und andere in Krankenhäusern und Praxen verantwortlich Tätige häufig auch Informationen darüber, ob ein Bakterienstamm die gleiche Herkunft hat wie ähnliche, scheinbar identische Bakterienstämme. Erst die molekulare Charakterisierung verschiedener Bakterienstämme der gleichen Spezies (z. B. Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus - MRSA) schafft die nötige Voraussetzung, um Infektionsketten nachzuweisen oder auszuschliessen.
Das LUA führt moderne, arbeits- und zeitintensive Typisierungsverfahren wie die Pulsfeldgelelektrophorese durch. Mit dieser Methode können "genetische Fingerabdrücke" von Bakterien erstellt und die Klärung infektionsepidemiologischer Zusammenhänge unterstützt werden.

